Friedrich Wilhelm Kuhnert

(1865 – 1926)

 

Zwergmoschustier – Hirschferkel

 

1907
Bleistift/Papier, H: 22 x B: 26 cm, Sign.u.r.: Wilh. Kuhnert 07.
Bez.o.m.: „Streifen etwas höher“, Bez.u.l.: „Zwergmoschustier/Hymoschus aquaticus“

 

Mit einer Expertise von Dr. Angelika Grettmann-Werner.
Das Werk wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis unter der Nummer 6501 aufgenommen.

Provenienz:
Privatsammlung James Dolan Jr., San Diego, USA.

 

Auszug aus der Expertise:

„Das afrikanische Zwergmoschustier, heute wird es als Hirschferkel bezeichnet (wissenschaftlicher Name hymoschus aquaticus), ist ein Paarhufer, der in der Nähe von Sümpfen, Seen und Flüssen in West- und Zentralafrika bis nach Uganda lebt. Das Hirschferkel ist mit den Moschustieren nicht verwandt, wurde jedoch lange Zeit als verwandt angesehen. 

Das Hirschferkel ist nachtaktiv und flüchtet sich bei Gefahr ins Wasser. Kuhnert konnte das Tier 1907 während seines Aufenthalts in London eingehend studieren. 

Der Londoner Zoo war bekannt dafür, dass er zu damaliger Zeit in anderen zoologischen Gärten selten zu sehende Tiere verschiedenster Gattungen besaß wie z:B. den Reiherläufer, den tasmanischen Tiger (Beutelwolf; nur im Londoner und Berliner Zoo vorhanden, ausgestorben seit 1936) oder auch das mir vorgelegte Hirschferkel, von denen er Bleistiftstudien erstellte, um sein Wissen am lebendigen Tier zu vertiefen. 

Vom Zwergmoschustier (Hirschferkel) ist mir eine weitere Bleistiftzeichnung bekannt.“

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